InnovationsDialog der BERLINER REPUBLIK

"Die Digitalisierung des Gesundheitswesens - das eHealth-Gesetz"

03.11.2015 - Die Digitalisierung der Medizin und Pflege birgt enorme Potenziale. Regeln soll diese Entwicklungen das eHealth-Gesetz, für das am 4. November eine Anhörung im Bundestag geplant ist. Patientinnen und Patienten stehen den technischen Entwicklungen, wie Gesundheits-Apps und Robotern in der Pflege, mehrheitlich positiv gegenüber. Die Innovationen gelten auch als Lösungen für drängende Probleme, wie beispielsweise die zu geringe Anzahl von Fachärztinnen und -ärzten in ländlichen Regionen oder die Belas-tungen des Versorgungssystems durch den demographischen Wandel. Sie erleichtern die Kommunikation zwischen Patient und Ärztin, aber auch die Vernetzung zwischen den Ärztinnen und Ärzten weltweit. Zu-dem können medizintechnische Neuerungen wie kommunizierende Implantate wahre Lebensretter sein, indem sie die Distanz zwischen Patientin und Arzt überbrücken. Die Fülle an Innovationen bedeutet natürlich auch Wachstumspotenzial in der »Digital Health«-Branche und in der Forschung: nach Angaben des Europäischen Patentamtes stellte die Medizintechnik 2014 die meisten Patentanmeldungen im Technologiebereich. Um die Chancen der Digitalisierung des Gesundheitswesens zu fördern und Ihnen einen Rahmen zu geben, befasst sich zurzeit auch der Deutsche Bundestag mit dem Entwurf des »eHealth-Gesetzes«.

Die Potenziale liegen auf der Hand – im Zuge des Gesetzgebungsprozesses möchten wir unter anderem folgende Fragen diskutieren:

 

·         Wie können Interoperabilität und Integration von Innovationen in die bisherigen Systeme der Diagnose und Therapie gewährleistet werden?

·         Wie kann die Sicherheit der Patientendaten gewährleistet werden, ohne dabei das zum Teil lebensrettende Potenzial der gespeicherten Informationen zu verschenken?

·         Wie lässt sich sicherstellen, dass Innovationen, wie die Diagnose über Telekommunikationsmittel, nicht zu einem Qualitätsverlust sondern zu mehr Zeit und Menschlichkeit in der Behandlung führen?

 

Gemeinsam mit weiteren Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft werden die Mitherausgeberinnen und Mitherausgeber der Zeitschrift Berliner Republik über diese und weitere Aspekte debattieren. Über Ihre Teilnahme freuen wir uns sehr.

 

Zu unserem Innovationsdialog laden wir Sie herzlich ein. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine verbindliche Anmeldung erforderlich. Bitte melden Sie sich über den Link in der linken Spalte, oder per Mail an netzwerk.berlin@spdfraktion.de an. 

 

 

PROGRAMM

18.00 Uhr    Einlass

18.30 Uhr    Begrüßung: Martin Rabanus MdB,
Stellvertretender Vorsitzender des Berliner Republik e. V.

18.40 Uhr    Impuls I: Dr. Stefan Bales,
Leiter des Referates »Rechtliche, ökonomische und medizinische Fragen der Telematik, Patientenbelange«, Bundesministerium für Gesundheit

18.55 Uhr    Impuls II: Dirk Heidenblut MdB,
Berichterstatter zum Thema »eHealth« der SPD-Bundestagsfraktion

19.10 Uhr    Podiumsdiskussion

•   Saskia Esken MdB, stellvertretende Sprecherin der Arbeitsgruppe Digitale Agenda in der SPD-Bundestagsfraktion

•   Oliver Bruzek, Vice President Government Relations and Public Affairs, CompuGroup Medical AG (CGM)

•   Dr. Jan-Christoph Loh, Geschäftsführer Medexo – Medizinische Experten Online

•   Sebastian Claudius Semmler, Geschäftsführer Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e.V. (TMF)

•   Dr. med. Siegfried Jedamzik, Geschäftsführer Bayerische Telemedallianz (BTA)

Moderation: Claudia Dirks, HIMMS Europe (Healthcare Information Management Systems Society), Editorial Director

20.15 Uhr    Fazit und Ausblick: Martina Stamm-Fibich MdB,
Ausschuss für Gesundheit (angefragt)

20.30 Uhr    Get-Together mit Buffet und Getränken

 

21.30 Uhr    Ende der Veranstaltung



Icon Einladung und Programm des InnovationsDialoges (PDF)
Icon Homepage der BERLINER REPUBLIK
Icon Tagungsmappe zum Innovationsdialog
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